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In unserer Rubrik blicken wir auf alle Aufreger des aktuellen Spiel-Geschehens.

Von Alexander Kaindl

Nun sind also auch die Mannschaften von der A-Klasse bis zur Kreisliga in die neue Saison eingestiegen. Das erste Wochenende hielt bereits die ein oder andere Überraschung parat, eines war aber auf allen Fußballplätzen der Region gleich: Es war verdammt heiß.

In der Bezirksliga Nord konnten die Landkreisteams mit den Temperaturen ziemlich gut umgehen. Jetzendorf ist weiterhin ungeschlagen, Manching führt nach wie vor die Liga an und Rohrbach hört nicht auf zu siegen. Klar, dass die Mass auf dem Wolnzacher Volksfest da dann extrem geschmeckt hat. Schließlich war es auch da verdammt heiß. Nur beim FSV Pfaffenhofen ist Sand im Getriebe. Seit dem ersten Spieltag wartet man auf einen Sieg, jetzt hat sich auch noch Kapitän Fabian Wagner mit einem Schlüsselbeinbruch schwer verletzt. Heute Vormittag wurde er bereits operiert.

In der Kreisliga 1 musste der TSV Hohenwart spät eine Niederlage einstecken. War es die verdammte Hitze? Wohl eher nicht, die Verantwortlichen der Paartaler hatten vor dem Gaimersheimer 1:0 eine klare Abseitsstellung erkannt. Wir fordern: Videobeweis in den Amateurklassen! Besser erging es dem runderneuerten TSV Baar-Ebenhausen, der wie der SV Manching II einen Dreier einsackte. In der Kreisliga 2 sorgte der ST Scheyern für einen Coup und räumte den großen Titelkandidaten aus Langengeisling aus dem Weg. Und das, obwohl Trainer Philipp Testera auf einige Urlauber verzichten musste. Seinen Unmut hatte er bereits kundgetan, als Dominik Rist dann aber in der Nachspielzeit zum 2:1 abstaubte, wird es ihm herzlich egal gewesen sein. Liga-Neuling BC Uttenhofen schlug sich wacker, war am Ende aber wohl einfach zu grün hinter den Ohren. Was Mut macht: Der Aufsteiger war gegen Vötting weit davon entfernt, heftig abgeschossen zu werden. Damit hatte der ein oder andere neutrale Zuschauer nach den turbulenten Wochen wohl gerechnet. Das spannende Projekt geht schon am Mittwoch in die nächste Phase, dann kommt es zum Derby gegen Scheyern. Der FC Gerolsbach hatte gegen den FC Bayern der Kreisliga Ost wenig zu bestellen und musste gegen Pöttmes die Segel streichen. Auch hier gibt es allerdings schon am Mittwoch die Chance auf die nächsten Punkte. 

Kreisklassen-Boss des Wochenendes kann nur Ignaz Seitle sein. Der Karlshulder Trainer wurde gestern erneut Opa, am Nachmittag drehte seine Mannschaft dann einen frühen Rückstand gegen Hundszell in einen Sieg. Ganz vorne stehen die Standardkönige des TSV Reichertshofen, die Aufsteiger Rohrbach II gleich mal eine ordentliche Abreibung verpassten. Geisenfeld bestand mit Ach und Krach am Geroldshausener Berg. Für den SVG könnte es eine schwere Saison werden. Allerdings bewies die Mannschaft von Markus Ertl gestern einmal wieder, dass es zum Fußball spielen Wille und Einsatz braucht. Den Lohn gab es dafür aber noch nicht. Keeper und Abteilungsleiter Florian Drexler war tags zuvor als Schiedsrichter im Derby zwischen Vohburg und Rockolding gefordert, wo er sich von Spielern und Fans einiges anhören lassen musste. Unfair und unschön. Den Sieg hatte schließlich auch keine der Mannschaften nach einer dürftigen Leistung verdient. 

Ab in die A-Klassen: Auch hier war es verdammt heiß – wer sich nächtens zuvor also noch typisch a-klassen-mäßig abgekühlt hat, bezahlte gestern einen Schweiß-Preis. In der Gruppe vier siegten die Favoriten. Das erste Ausrufezeichen setzte der SV Ilmmünster, der mit 2:0 im Derby gegen Reichertshausen siegte. Die Cosa-Truppe könnte in dieser Saison ganz weit oben landen – wenn sie sich beherrschen kann. Mit Johannes Sackl und Florian Scharger hat der SVI seit gestern nun offiziell zwei neue Abteilungsleiter. Vielleicht gelingt es den beiden Leistungsträgern der ersten Mannschaft ja auch, für mehr Disziplin auf dem Platz zu sorgen. Ebenfalls ein Kandidat für ganz oben ist der FC Schweitenkirchen. Die ersten Minuten in dieser Saison waren noch recht holprig. Wohl dem, der dann drei ehemalige Bezirksliga-Kicker in seinen Reihen hat, die letztlich den Unterschied machten. Aufsteiger Uttenhofen II verkaufte sich gegen Baar-Ebenhausens Zweite teuer. Am Ende war es ein verballerter Elfmeter, der die BCU-Reserve um Punkte brachte.

Selbige hat der TV Münchsmünster in der Staffel drei nach einem irren Spiel gegen Engelbrechtsmünster geholt. Das 4:3 war ein Stotterstart. Trotzdem könnte am Westerfeld das Potenzial für etwas Größeres in dieser Saison schlummern. Vielleicht in die Richtung SV Oberstimm, der im vergangenen Jahr für Furore sorgte und den fünften Platz erreichte. Nach dem 1:1 gegen Aufsteiger Menning ist die Siegesserie von zuletzt acht Dreiern in Folge gerissen. Das Gute daran: Diese Bilanz ist jetzt im Archiv und der SVO kann sich auf etwas Neues konzentrieren. In der Staffel fünf untermauerte der FSV Pfaffenhofen II seine Ambitionen und donnerte den SV Hohenkammer mit 9:1 in Richtung heimisches Schloss. Den HSV Rottenegg könnte man in dieser Saison ebenfalls oben erwarten, aber: Dann sollten es die Spieler auch rechtzeitig zum Anstoß schaffen. Gestern verpassten drei HSV-Kicker den Saisonstart, weil sie zwangsweise einen Stop auf der Autobahn einlegen mussten. Zuvor waren sie einem Musik-Festival - vielleicht haben sie dort auch den ein oder anderen Spieler des ST Scheyern gesehen – bei der Rückfahrt standen sie dann im Stau. Da war es sicher auch: Verdammt heiß. 

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